Deine Anlaufstelle für Gaming Monitor Tests

Asus, BenQ, Eizo, IIYAMA, LG, Viewsonic, …

Es gibt immer mehr Monitor-Hersteller, die einen Teil vom boomenden Gaming-Geschäft abhaben wollen – dabei sind aber selten die Monitore auch wirklich für Gaming ausgelegt. In meiner Auflistung der besten Gaming-Monitore kannst Du Dir einen schnellen Überblick verschaffen, welche Gaming-Monitore aktuell den Markt beherrschen. Auch unsere Bestseller-Liste ist gemacht, um Dir einen ersten Eindruck von guten Gaming-Monitoren zu verschaffen.

Worauf sollte man bei Gaming-Monitoren achten?

Zu allererst erkläre ich Dir den Unterschied von einem Computer-Monitor, zu einem Gaming-Monitor. Neben der Hertzrate, von der Du sicherlich schon einmal etwas gehört hast, gibt es auch weniger offensichtliche Unterschiede. Flicker- und schlierenfreie Technologie ist nur Eine davon und wir erklären Dir, auf was Du beim Kauf Deines neuen Gaming-Monitors achten solltest.

Hertzrate (Bildwiederholfrequenz / Refresh Rate)

Einer der häufigsten Streitpunkte unter Gamern ist vermutlich die Hertzrate. Es wird felsenfest behauptet, dass unser menschliches Auge nicht mehr als 60 Hz sehen kann – das ist leider falsch. Richtig ist, dass der Unterschied zwischen 60 und 80 Hz kaum bemerkt werden kann. Denn die Anzahl an angezeigten Bildern pro Sekunde („frames per second“ = fps) ist nur leicht gestiegen und das war früher der Fall.

Inzwischen ist die Hertzrate aber auf 144 Hz gestiegen, was mehr als doppelt so viele Bilder pro Sekunde sind. Dadurch wirkt das Bild weitaus flüssiger und auch unser menschliches Auge kann einen riesigen Unterschied erkennen – einfach mal im nächsten Elektronikfachgeschäft testen. Nebenbei wird durch die hohe Frequenz das Bildflimmern minimiert, was mindestens 80 Hz voraussetzt (Quelle).

Wichtig zu wissen ist auch, dass die Einheit Hertz mit fps gleichgesetzt werden kann. Du hast also nicht nur ein flimmerfreies Bild, aufgrund der 144 Hz, sondern auch 144 fps. Anstatt eines verschwommenen Umrisses, den Du zu spät siehst, siehst Du also ein gestochen scharfes Bild. Sollte dann der Gegner einen falschen Schritt machen, dann musst Du nur noch abdrücken und Dein Team zum Sieg führen.

Reaktionszeit

Die Reaktionszeit („response time“ oder auch Schaltzeit“) beschreibt bei Flachbildschirmen die Zeit, die ein Bildpunkt braucht, um seinen Zustand zu wechseln. Um diese Reaktionszeit messen zu können, gibt es aktuell zwei unterschiedliche Verfahren. Die BWT-Methode („black-white-time“ oder auch „schwarz-weiß-Zeit“) misst, wie lange ein Bildpunkt braucht, um vom Status Dunkel nach Hell und wieder zurück zu wechseln. Bei dieser Methode müssen die Flüssigkristalle im LCD die größt nötige Änderung ausführen und dauert daher auch länger, als die folgende Methode.

Die GTG-Methode („grey-to-grey“ oder auch „grau-zu-grau“) ist die Standard-Methode in der Branche, da diese nicht die volle Distanz eines Flüssigkristalls gehen muss und somit schnellere Zeiten erreicht werden können. Außerdem ist es sehr unwahrscheinlich, dass ein Bildpunkt von Dunkel zu Hell und zurück wechseln muss, auch wenn diese Zahlen genauer wären. Bei der GTG-Methode wird gemessen, wie lange ein Bildpunkt von grau zu grau braucht.

Nun gibt es auch hier kritische Stimmen, da die Reaktionszeit des menschlichen Auges nur bei 10 ms liegen soll. Auch das ist leider so nicht richtig, denn das ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Es gibt Augen die schaffen eine Reaktionszeit von 1ms, dann wiederum gibt es aber auch menschliche Augen mit einer Reaktionszeit von 10ms. Für den Kauf solltest Du auf eine Reaktionszeit zwischen 1 und 3 ms achten. Damit gehst Du einen fairen Kompromiss zwischen Preis und Leistung ein.

Flicker- und schlierenfreie Technologie

Eine weitere wichtige Voraussetzung ist ein flicker- und schlierenfreies Bild. Der offensichtliche Faktor ist dabei der Komfort. Niemand hat Lust auf Kopfschmerzen durch ein flickerndes Bild und auch Augenermüdungen kann dadurch vorgebeugt werden. Ein schlierenfreies Bild ist da schon um Einiges wichtiger, denn es unterstützt die Präzision bei First-Person-Shootern.

Stell Dir vor, Du musst einen Winkel im Spiel halten, bei dem Du nur den Kopf sehen würdest. Wenn dieser nun mit dem dunklen Hintergrund verschmilzt, weil es keine scharfen und harten Kanten auf dem Monitor gibt, dann hast Du kaum eine Chance konstant und präzise Gegner zu töten und solche Fights für Dich und Dein Team zu gewinnen. Eine der aktuell besten Technologien ist die „Motion Blur Reduction“ von BenQ.

NVIDIA G-SYNC-Technologie

Diese Technik setzt eine NVIDIA-Grafikkarte voraus und ist bei der Entscheidung für oder gegen einen Gaming Monitor keine wichtige Option. Solltest Du aber eine NVIDIA-Grafikkarte besitzen, dann kannst Du mit der NVIDIA G-SYNC-Technologie das letzte aus Deiner „Refresh Rate“ (Bildwiederholfrequenz) herausholen. Du siehst während des Renderprozesses das aktuelle Bild, was eine verdammt geringe Latenz verspricht. Dies wiederum verringert Ruckler, sowie Tearing (die Bilder wirken „zerrissen“ – weitere Infos) auf ein Minimum und lässt einen Input Lag selten bis nie spüren.

Low Blue Light

Dies ist eine von BenQ erfundene Technologie und befindet sich aktuell nur in deren Gaming-Monitoren. Das Blaulicht (Bluelight) eines Monitors sorgt für Schlafstörungen, sowie Kopfschmerzen, Augenbrennen und Augenschäden – wegen den Schlafstörungen sollte man auch andere Displays, wie Smartphones nicht im Bett nutzen. Anhand der „Low Blue Light“-Technologie von BenQ kannst Du den Einfluss dieses Blaulichts selbst regulieren und zum Abend hin dieses z.B. auf ein Minimum reduzieren.

Komfort & Zusatzfeatures

Wichtig ist aber auch der Komfort eines jeden und dafür lassen sich die Hersteller die verrücktesten Dinge einfallen. Ich zähle nicht alle auf, weil das auch eine persönliche Präferenz ist, aber ich persönlich finde Höhenverstellbarkeit und die Anpassung der Neigung des Displays sehr wichtig. Denn nicht jeder Tisch ist gleich hoch und um Deine beste Leistung abrufen zu können, musst Du Dich wohlfühlen.

Auch ein nettes Gimmick ist die Möglichkeit, den Monitor an die Wand zu hängen. In Kombination mit einer guten Halterung, kannst Du dadurch sogar eine fehlende Höhenverstellbarkeit ausgleichen, sowie die Neigung des Displays an Deine Wünsche anpassen. Und zum Schluss erhoffe ich mir immer eine Möglichkeit meinen Kabelsalat verstecken zu können, sowie meine Kopfhörer aufhängen zu können.